Zeittafel

Vom Fürstentum Moldau bis zur Republica Moldova

4800 - 3500 v.Chr.

Cucuteni-Kulturen in Nordrumänien, Besarabien und Moldawien.

6. Jhd. v.Chr.

Die Daker und Geten (Thrakische Völker) besiedelten die Ostbalkanregion

101 - 106

Eroberung durch die Römer, Latinisierung der Bevölkerung

ab 270

Rückzug der Römer

376

Die Goten überschreiten die Donau und ziehen weiter nach Süden.

4. Jhd. - 567

Germanisches Volk der Gepiden in der Region (567 von den Langobarden zerschlagen)

5. Jhd.

Nomadenvölker (zunächst Hunnen, nach 567 die Awaren) gliedern Teile der Region in ihr Herrschaftsgebiet ein.

7. Jhd.

Moldova wird von Slawen besiedelt

9. - 10. Jhd.

Das Gebiet des heutigen Moldovas gehört größtenteils zum ersten bulgarischen Reich.

11. Jhd.

Die Petschenegen sind auf dem Höhepunkt ihrer Macht in dem Gebiet zwischen der Donau und dem Fluss Talas in Kirgisistan. Ab 1061 setzten sie sich in der Walachei fest. Lockere Herrschaft der Nomaden über die Tribute zahlenden Dorfverbände.

ab 12. Jhd.

Wolochen (so die Bezeichnung der Ukrainer und Russen für die romanisierte Bevölkerung) errichten Siedlungen, erste kleine Fürstentümer entstehen.

1352

Gründung des Fürstentums Moldau durch den Woiwoden (Heerführer, Herzog) Dragoº.

1359

Das Fürstentum Moldau wird vom Königreich Ungarn unabhängig.

1359 - 1365

Bogdan I., Herrscher des Fürstentums Moldova, eines Zusammenschlusses mehrerer Fürstentümer

1387

Das Fürstentum Moldau wird Vasall Polens.

1400 - 1432

unter Alexander cel Bun wird der Feudalstaat gefestigt, Vertreibung der einfallenden Tataren.

1436

Chiºinãu wird erstmals als "Chesenau" urkundlich erwähnt.

1456

Fürstentum Moldova wird dem Osmanischen Reich tributpflichtig

1457 - 1504

unter Stefan cel Mare erlebt Moldova einen bedeutenden politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung

1484

Osmanische Eroberung von Budschak (Südmoldau)

ab 1512

Festigung der 300jährigen türkischen Herrschaft

1600

Personalunion: Mihai Viteazul (Michael der Tapfere) Fürst der Walachei/Siebenbürgen/Moldau. Erste Vereinigung der drei rumänischen Gebiete.

1710 - 1711

Fürst Dimitrie Cantemir, Vertrag mit dem russischen Zaren Peter I. über Unterstützung im Kampf gegen die Türken, aber türkische Oberhoheit bleibt bestehen

1762

Frieden von Iasi, Osmanisches Reich tritt das Gebiet östlich des Nistrus (das heutige Transnistrien) an Rußland ab.

1775

Bukowina (nordwestlicher Teil der Moldau) fällt an Österreich.

1806 - 1812

Russisch-türkischer Krieg

1812

Friede von Bukarest: Bessarabien und Budschak erhält Russland

1813

Eparchie Chiºinãu wird gegründet

1829

Friede von Adrianopel: Russland erhält die Donaumündung sowie Protektorat über Moldau und Walachei.

1856

Pariser Vertrag, Rußland muss das südliche Bessarabien an das Fürstentum Moldova abtreten

1859

Vereinigung des Fürstentums Walachei und dem Restgebiet des Fürstentums Moldau unter dem zum Fürsten gewählten Adeligen Alexander Ioan Cruz. Die Hauptstadt wird Iasi.

1862

deren Umbennenung in Rumänien

1878

auf dem Berliner Kongress fällt das südliche Bessarabien wieder an Rußland

1901 + 1902

die "Iskra" wird in Chiºinãu gedruckt

Dezember 1917

Bildung des ersten bessarabischen Parlaments Sfatul Tarii, in dem 138 Abgeordnete aller Nationalitäten vertreten sind

24. Januar 1918

Unabhängigkeitserklärung der Moldawischen Demokratischen Volksrepublik

27. März 1918

das Sfatul Tarii nimmt die Erklärung über den Anschluß an Rumänien an

Dezember 1922

Gründung der UdSSR

1924

Gründung des Moldawischen Autonomen Gebietes innerhalb der Ukrainischen SSR. Später Aufwertung des Gebietes zur Moldawischen ASSR

28. Juni 1940

Bessarabien fällt an die UdSSR

2. August 1940.

die Moldawische SSR wird gegründet. die südlichen und die nördlichen Gebiete gehen an die Ukraine

1941

rumänische und deutsche Truppen besetzen Moldova

1944

die Rote Armee befreit Moldova

1946

die Staatliche Universität Chiºinãu wird gegründet

1946 + 1947

Hungersnot in Moldova

1950

Kollektivierung der Landwirtschaft ist abgeschlossen

1989

der Oberste Sowjet der Moldawischen SSR verabschiedet das Gesetz "Über die Staatssprache und die Rückkehr zum lateinischen Alphabet"

1990

Souveränitätserklärung der Moldawischen SSR, Einführung des Präsidentenamtes, Gagausien erklärt sich zur Republik, Transnistrien erklärt seine Unabhängigkeit, Mircea Snegur wird zum ersten Präsidenten gewählt.

27. August 1991

Unabhängigkeitserklärung

1991

Wahlen in Gagausien und Transnistrien, Annahme des Staatsnamen "Republik Moldova"

1992

Moldova wird Mitglied der UNO und der OSZE

1992

Ausbruch des moldawisch-transnistrischen Bürgerkrieges, der im gleichen Jahr mit einem Waffenstillstand endet.

1994

Die Mehrheit der Bevölkerung Moldovas entscheidet sich in einem Referendum gegen die Verbindung mit Rumänien.

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